Elecsys ²-Amyloid (1-42) CSF Elektrochemilumineszenz ... COBAS, COBAS E und ELECSYS anderen...

Elecsys ²-Amyloid (1-42) CSF Elektrochemilumineszenz ... COBAS, COBAS E und ELECSYS anderen kognitiven
Elecsys ²-Amyloid (1-42) CSF Elektrochemilumineszenz ... COBAS, COBAS E und ELECSYS anderen kognitiven
Elecsys ²-Amyloid (1-42) CSF Elektrochemilumineszenz ... COBAS, COBAS E und ELECSYS anderen kognitiven
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  • Indikation Die Ablagerung von β‑Amyloid (1‑42)‑Peptiden im Gehirn ist neben neurofibrillären Tangles eines der zwei Hauptmerk‑ male von Alzheimer und kann mithilfe verschiedener Verfahren nachgewiesen warden. Die Verwendung von Biomarkern wurde in die neueste Fassung der Konsens‑Diagnosekriterien für Alzheimer, leichte kognitive Störung (MCI) und präklinischer Alzheimer aufgenommen, die vom National Institute on Aging (NIA)* und der Alzheimer’s Association vorgeschlagen wurden. Nur diese neuen Kriterien berücksichtigen die Tatsache, dass eine Alzheimer‑Demenz Teil einer Gesamtheit klinischer und biologischer Phänomene ist.1,2 Die neuen Kriterien der IWG‑2 (International Working Group 2) empfehlen zur Beurteilung von Alzheimer‑Patienten den Einsatz von entweder CSF‑Biomarkern oder Positronemissionstomografie‑Bildgebung.3 In Europa veröffentlichte das CHMP (Committee for Medicinal Products for Human use) eine Reihe von positiven Stellungnahmen zur Verwendung von Biomarkern in Verbindung mit Alzheimer, um klinische Prüfungen zu Prädemenz und leichtem bis mittelschwerem Alzheimer zu verbessern.4,5

    Pathologische Veränderungen im β‑Amyloid‑Stoffwechsel sind die ersten bisher bekannten Anzeichen während der Entwicklung von Alzheimer, die diagnostisch genutzt werden können. Zu erkennen sind sie an der verminderten Konzentration von β‑Amyloid (1‑42) im Liquor und an der verstärkten Aufnahme der spezifischen β‑Amyloid‑Tracer beim PET‑Scan im Gehirn.6 Gemäss den aktu‑ ellen Diagnosekriterien für Alzheimer muss ein Patient an Demenz leiden, ehe eine Alzheimer‑Diagnose möglich ist; darüber hinaus basieren die Kriterien hauptsächlich auf dem Ausschluss anderer Störungen. Derzeit steht kein klinisches Verfahren zur Erkennung einer prodromalen Alzheimer‑Krankheit bei Patienten mit MCI (mild cognitive impairment) zur Verfügung, da diese Personen nur geringe Störungen des episodischen Gedächtnisses aufweisen.7

    * Das «National Institute on Aging» (NIA) ist eine Abteilung des US‑amerikanischen «National Institutes of Health» (NIH).

    Anwendungszweck Elecsys® β‑Amyloid (1‑42) CSF ist ein immunologischer In‑ vitro‑Test zur quantitativen Bestimmung der Konzentration des β‑Amyloid (1‑42)‑Proteins in humanem Liquor. Der Elecsys® β‑Amyloid (1‑42) CSF Test wurde für Erwachsene mit kognitiven Störungen entwickelt, die auf Alzheimer getestet werden. Ein Ergebnis des Elecsys® β‑Amyloid (1‑42) CSF Tests oberhalb des CutoffWerts entspricht einem negativen Amyloid‑ Positronenemissionstomogramm (PET‑Scan).

    Negative β‑Amyloid‑PET‑Scans zeigen keine oder nur wenige neuritische Plaques und sind nicht mit einer neuropatho‑ logischen Alzheimer‑Diagnose zum Zeitpunkt der Bildgebung vereinbar; ein negativer Scan senkt die Wahrscheinlichkeit, dass die kognitiven Störungen eines Patienten auf Alzheimer beruhen.

    Der Elecsys® β‑Amyloid (1‑42) CSF Test wird als zusätzlicher Test zu anderen klinischen diagnostischen Untersuchungen eingesetzt.

    Anwendungsbeschränkungen • Ein positiver Elecsys® β‑Amyloid (1‑42) CSF Test stellt

    noch keine Diagnose einer Alzheimer‑Krankheit oder anderen kognitiven Störung dar. • Die Sicherheit und Wirksamkeit des Elecsys® β‑Amyloid

    (1‑42) CSF Tests konnte in folgenden Fällen noch nicht festgestellt werden: • Prognose der Entwicklung einer Demenz oder anderen

    neurologischen Störung. • Verlaufskontrolle zum Ansprechen auf Therapien.

    Der Elektrochemilumineszenz‑Immunoassay «ECLIA» ist für den Einsatz auf Elecsys® und cobas e Immunoassay‑Analyzern bestimmt.

    Elecsys® β-Amyloid (1-42) CSF Elektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA) zur quantitativen In-vitro- Bestimmung von β-Amyloid (1-42) in humaner Zerebrospinalflüssigkeit (CSF)

    Klinische Performance und Referenzwerte Die Übereinstimmung mit den Ergebnissen der PET‑Bildgebung wurde in einer retrospektiven Studie (Studiennummer bei Roche: RD002145) basierend auf Proben aus der BioFINDER‑ Kohorte (http://biofinder.se/biofinder_cohorts/dementia_cohort/) ermittelt.8 Die primäre Analysenpopulation umfasste Patienten mit leichten kognitiven Symptomen (MCS, insgesamt N = 277), darunter Patienten mit subjektiven (SCD, N = 120) und leicht kognitiven Beeinträchtigungen (MCI, N = 153) sowie 4 MCS‑Patien‑ ten, die nicht als SCD oder MCI erfasst wurden, für die aber CSF‑Proben und PET‑Scans vorlagen (PET‑Tracer: [18F]‑Fluteme‑ tamol). Das Durchschnittsalter betrug 70 Jahre (59 – 80 Jahre), 41% der Patienten waren weiblich und 46% der Patienten waren ApoE4‑Träger.

    Die Amyloid‑PET‑Scans wurden von drei unabhängigen, geschulten Medizinern ausgewertet und je nach Mehrheitsbeschluss als positiv oder negativ eingestuft. Daraus ergaben sich N = 110 (40%) positive und N = 167 (60%) negative PET‑Scans. Da in der BioFINDER‑Studie ein anderes präanalytisches Verfahren angewendet wurde, wurde für die Studie RD002575 ein Korrekturfaktor ermittelt. Nach Anwendung des Korrekturfaktors ergaben sich folgende Cut‑off‑Werte: Elecsys® β‑Amyloid (1‑42) CSF Assay ≤ 1'000 pg/ml β: positives Testergebnis Elecsys® β‑Amyloid (1‑42) CSF Assay > 1'000 pg/ml β: negatives Testergebnis

    Ausgehend von den gewählten Cut‑off‑Werten betrug die Übereinstimmung mit den Ergebnissen der PET‑Scans:

    Übereinstimmungsraten (%)

    Positive prozentuale Übereinstimmung (PPA, «Sensitivität») 90.9 (95% KI: 83.9, 95.6)

    Negative prozentuale Übereinstimmung (NPA, «Spezifität») 72.5 (95% KI: 65.0, 79.1)

    Generelle prozentuale Übereinstimmung 79.8 (95% KI: 77.4, 86.0)

    Es gilt zu beachten, dass aufgrund der kohäsiven Eigenschaften des β-Amyloid-Proteins der in dieser Broschüre angegebene Cut-off-Wert für den Elecsys® Assay nur gültig ist, wenn das in der Packungsbeilage beschriebene präanalytische Verfahren strikt eingehalten wurde.

    Material Materialnummer Packungsinhalt

    Elecsys® β‑Amyloid (1‑42) CSF 06986811‑190 60 Tests pro Rackpack

    CalSet β‑Amyloid (1‑42) 06986838‑190 Je 4 x 1 ml CalSet β‑Amyloid (1‑42) Level 1 und 2

    PreciControl β‑Amyloid (1‑42) 06986846‑190 Je 6 x 1 ml PreciControl β‑Amyloid (1‑42) Level 1 und 2

    Literatur

    1 Jack CR, et al. (2011). Alzheimers Dement 2011, 7:257-62

    2 Albert MS, et al. (2011). Alzheimers Dement 2011, 7:270-279

    3 Dubois B, et al. (2014). Lancet Neurol 2014, 13:614-629 Bittner T, et al. (2016). Alzheimers Dement 2016, 12:517-526

    4 EMA/CHMP/SAWP/893622/2011

    5 EMA/CHMP/539931/2014 2

    6 Lewczuk P, et al. (2015). Advances in Medical Sciences 2015, 60:76-82

    7 Blennow K,et al. (2010). Nat. Rev. Neurol. 2010, 6:131-144.

    8 Roche Diagnostics Methodenblatt Elecsys β-Amyloid (1-42) CSF

    COBAS, COBAS E und ELECSYS sind Marken von Roche.

    © 2017 Roche Diagnostics

    Herausgegeben von: Roche Diagnostics (Schweiz) AG Industriestrasse 7 6343 Rotkreuz Schweiz

    roche-diagnostics.ch

  • β-Amyloid (1-42) in der Probe

    Biotinylierter monoklonaler Antikörper gegen β-Amyloid (1-42)

    Ruthenylierter monoklonaler Antikörper gegen β-Amyloid (1-42)

    Ruthenyliertes β-Amyloid (1-42)

    Messung

    Streptavidin- Mikropartikel

    9 Min. 9 Min.Ru

    Ru

    Ru

    1. Inkubation (9 Minuten): 50 μl Probe, ein biotinylierter monoklonaler β‑Amyloid‑(1‑42)‑ spezifischer Antikörper (21F12) und ein mit Ruthenium‑Komplex markierter monoklonaler β‑Amyloid‑(1‑X)‑ spezifischer Antikörper (3D6) werden inkubiert, reagieren und bilden einen Sandwichkomplex.

    2. Inkubation (9 Minuten): Nach Zugabe von Streptavidin‑ beschichteten Mikropartikeln wird der entstandene Immunkomplex über die Biotin‑Streptavidin‑Interaktion an die feste Phase gebunden.

    Messung: Das Reaktionsgemisch wird in die Messzelle gesaugt, in der Mikropartikel magnetisch an der Elektrodenoberfläche fixiert werden. Ungebundene Substanzen werden mit ProCell M entfernt. Durch Anlegen einer elektrischen Spannung an die Elektrode wird das Chemilumineszenzsignal erzeugt, das mit einem Photometer gemessen werden kann.

    Die Ergebnisse werden mit einer Kalibrationskurve bestimmt, die gerätespezifisch anhand einer 2‑Punkt‑Kalibrierung und einer im Reagenzbarcode enthaltenen Masterkurve generiert wird.

    Testverfahren: 1‑stufiger Sandwich‑Test

    Elecsys® Technologie ECL (ElectroChemiLuminescence) ist eine Technologie von Roche, die der Detektion in Immunoassays dient. Auf der Grundlage dieser Technologie sowie in Kombination mit gut konzipierten, spezifischen und empfindlichen Immunoassays bietet Elecsys® zuverlässige Ergebnisse. Die Entwicklung der ECL‑Immunoassays (ECLIA) basiert auf der Verwendung von Rutheniumkomplexen und Tripropylamin (TPA).

    Zum Nachweis der markierten Immunkomplexe wird die Chemilumineszenzreaktion durch Anlegen einer elektrischen Spannung gestartet und dadurch eine präzise kontrollierte Reaktion erzeugt. Die ECL‑Technologie kann viele Immunoassay‑ Prinzipien vereinen und dabei zugleich eine hervorragende Test‑ Performance bieten.

    Referenzwerte für die Präzision Die Präzision wurde mit Elecsys® Reagenzien, Proben und Kontrollen nach einem Protokoll (EP5‑A3) des CLSI (Clinical and Laboratory Standards Institute) bestimmt: 2 Läufe pro Tag,

    jeweils als Doppelbestimmung für 21 Tage (n = 84). Folgende Ergebnisse wurden erzielt: Jedes Labor sollte die Übertragbarkeit der Referenzberei